{"id":106,"date":"2019-01-29T15:27:13","date_gmt":"2019-01-29T14:27:13","guid":{"rendered":"http:\/\/hv-wahrenholz.ichtys-media.de\/?page_id=106"},"modified":"2019-02-18T07:54:29","modified_gmt":"2019-02-18T06:54:29","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/?page_id=106","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Eine kurze Geschichte von Wahrenholz<\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: left;\">\u00a0<\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-302 alignleft\" src=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Heimatverein-Logo-schmal-300x267.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"267\" srcset=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Heimatverein-Logo-schmal-300x267.jpg 300w, https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Heimatverein-Logo-schmal.jpg 384w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung von Wahrenholz datiert aus dem Jahre 1013 (\u201eWyrinholt\u201c). Doch kann davon ausgegangen werden, dass der Ort schon im 10. Jahrhundert existierte. Im Zeitraum von 994 bis 997 erbaute Bischof Bernward von Hildesheim eine Pfahlburg an der Ise in Wahrenholz (\u201eWirinholt\u201c). Sie war wohl Teil einer Reihe von Grenzverteidigungsanlagen gegen die Slawen, die nach dem Aufstand von 983 die Gegend vermehrt unsicher machten. In einer Urkunde Heinrichs II. von 1013 wurde ihm der Besitz von Burg und Burgward \u201eWyrinholt\u201c best\u00e4tigt. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Bischof Bernward lie\u00df innerhalb der Burganlage ein Gebetshaus\u00a0des Hl. Lambert errichten. Gut 200 Jahre sp\u00e4ter trennte Bischof Konrad von Hildesheim (1221-1246) das inzwischen entstandene Kirchspiel Wahrenholz von der Archidiakonatskirche Hankensb\u00fcttel. Wahrscheinlich lie\u00df er den unteren, gotischen Teil des Kirchturms erbauen, an den sp\u00e4ter ein steinernes Kirchenschiff angebaut wurde. Die Kirche wurde nach dem Hl. Nikolaus, Bischof von Myra, und der Hl. Katharina, einer M\u00e4rtyrerin Anfang des 14. Jahrhunderts, St. Nicolai- und Catharinen-Kirche benannt. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Das Dorf entwickelte sich um den f\u00fcr die Burg zust\u00e4ndigen Wirtschaftshof herum, westlich der Ise, am Weg von Hildesheim in die Altmark. Ob nun die Ansiedlung zuerst da war oder die Burg, l\u00e4sst sich heute nicht mehr feststellen. Der Ort entwickelte sich schnell, bedingt wohl auch durch die N\u00e4he der Festung und bald auch der Kirche: bereits im Jahre 1489 gab es in \u201eWarnholte\u201c 16 abgabepflichtige Feuerstellen, 13 Vollh\u00f6fe und 3 Koth\u00f6fe. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Eine eigene kleine Vogtei, die seit 1665\/66 nachweislich auch Betzhorn und Westerholz umfasste, hatte sp\u00e4testens seit dem 16. Jahrhundert ihren Sitz in Wahrenholz; wahrscheinlich war sie aber \u00e4lter oder hatte \u00e4ltere Vorl\u00e4ufer, denn schon zwischen 1013 und 1023 ist von einer Vogtei die Rede, die zum Castell Wyrinholt geh\u00f6rt. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">1425 findet sich die erste Erw\u00e4hnung der M\u00fchle, die allerdings wohl um einiges \u00e4lter ist. F\u00fcr die jeweiligen Grundherren war sie von gro\u00dfer wirtschaftlicher Bedeutung, nahmen sie doch den so genannten M\u00fchlenzins ein. Die zu f\u00fchrenden &#8222;Mahl&#8220;- B\u00fccher gaben au\u00dferdem Auskunft dar\u00fcber, wie viel geerntet worden war (Grundlage f\u00fcr die Abgabenberechnung) und woher das Mahlgut kam (Br\u00fccken- und Wegezoll). <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">1528 wird die Reformation in Wahrenholz eingef\u00fchrt. Der Legende nach soll sich der letzte M\u00f6nch, der hier eine Messe las, in einem kalten, schneereichen Winter auf dem Heimweg nach Hankensb\u00fcttel verirrt haben und erfroren sein. Im gro\u00dfen Leu erinnert das &#8222;M\u00f6nchskreuz&#8220; an ihn. Daraufhin wurde Wilcken Gardner als erster lutherischer Pastor nach Wahrenholz berufen. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Um 1600 w\u00fctet die Pest im Ort: mehr als die H\u00e4lfte der Einwohner stirbt. In der Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges (1618 bis1648) wird die Kirche ausgeraubt und verw\u00fcstet. 1661 brennt das Pfarrhaus ab, dadurch gehen die Kirchenb\u00fccher verloren. Kirchliche Eintragungen sind erst ab dem Jahr 1687 zu finden. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die wichtigste Einnahmequelle der Bev\u00f6lkerung war \u00fcber viele Jahrhunderte die Landwirtschaft. Vor allem Getreideanbau, Zuckerr\u00fcben- und Kartoffelerzeugung sowie Milchviehhaltung spielten eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben von Wahrenholz. Heute gibt es nur noch wenige Vollerwerbsh\u00f6fe im Ort; viele Wahrenholzer arbeiten in Industriebetrieben im Umland und betreiben ihre Landwirtschaft nur noch im Nebenerwerb. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Die Region um Wahrenholz war stark bewaldet, so dass sich im Laufe der Zeit zahlreiche Betriebe der Holzverarbeitung ansiedelten: S\u00e4gewerk, Zimmerei, Tischlerei. Auch heute noch sind zahlreiche Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges in Wahrenholz ans\u00e4ssig. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_305\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-305\" class=\"wp-image-305 size-medium\" src=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/IMG_20190217_145257-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/IMG_20190217_145257-300x225.jpg 300w, https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/IMG_20190217_145257-768x576.jpg 768w, https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/IMG_20190217_145257-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-305\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Der L\u00f6nsstein in der N\u00e4he des &#8222;Heiligen Hain&#8220;; Ein Heidegebiet beim Ortsteil Wahrenholz \/ Betzhorn.<\/span><\/p><\/div><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg begann man ganz gezielt, nachhaltige Forstwirtschaft zu betreiben, um die Verw\u00fcstungen des Krieges zu beheben. F\u00f6rster waren nun nicht mehr nur J\u00e4ger sondern auch und vor allem Holzsch\u00fctzer. Urspr\u00fcnglich wurden sie aus den Strafgeldern f\u00fcr Holzfrevel bezahlt. Erst nach dem Siebenj\u00e4hrigen Krieg (1769) bildet sich eine feste staatliche Besoldung sowie eine Rangordnung innerhalb der sich entwickelnden Forstverwaltung heraus. Wahrenholz bekam eine Oberf\u00f6rsterei, die zust\u00e4ndig f\u00fcr die Forsten des Amtes Gifhorn und sp\u00e4teren Amtes Isenhagen war und dem Oberforstamt Celle unterstand. Mehrere Umstrukturierungen in der Forstverwaltung f\u00fchrten im Laufe der Zeit zum Verlust der Eigenst\u00e4ndigkeit. Seit 1997 ist die Revierf\u00f6rsterei Wahrenholz dem Forstamt Fallersleben unterstellt. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_313\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-313\" class=\"size-medium wp-image-313\" src=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gedenkstein-Ernst-Sander-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gedenkstein-Ernst-Sander-300x225.jpg 300w, https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gedenkstein-Ernst-Sander-768x576.jpg 768w, https:\/\/hv-wahrenholz.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Gedenkstein-Ernst-Sander.jpg 992w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-313\" class=\"wp-caption-text\"><strong><em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Gedenkstein im Espenleu<\/span><\/em><\/strong><br \/>\n<em><span style=\"font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Aufschrift: Hier fiel am 14. August 1863 der brave H\u00fclfs &#8211; Forstaufseher Ernst Sander aus Sch\u00f6new\u00f6rde<\/span><\/em><\/p><\/div><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Neben dem Holzdiebstahl sollten die F\u00f6rster auch Wilddiebereien verhindern. Eine weitere Aufgabe kam ab 1661 dazu, n\u00e4mlich die Organisation der Fl\u00f6\u00dferei, die in Wahrenholz<\/span><\/span><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">oberhalb der M\u00fchle ihren Anfang nahm und Holz bis Bremen bef\u00f6rderte, erst 1930 wurde diese Art des Transports vollst\u00e4ndig aufgegeben. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Im 19. Jahrhundert wird Wahrenholz von zwei gro\u00dfen Br\u00e4nden schwer getroffen. 1826 vernichtet ein Brand zw\u00f6lf Bauernh\u00f6fe; 1857 sind es gar 23 Hofstellen, die zerst\u00f6rt werden. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Durch den Bau der Eisenbahnlinie Braunschweig-Uelzen wurde Wahrenholz an das Netz der K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Eisenbahn angeschlossen. Am 1. Dezember 1900 wurde die Strecke und damit auch der Bahnhof Wahrenholz feierlich er\u00f6ffnet. Von 1943\/44 bis 1963 diente er auch als \u00d6lverladestation. Heute ist er immer noch in Betrieb und dient der Personenbef\u00f6rderung auf der Strecke Uelzen-Braunschweig. <\/span><\/div>\n<div style=\"margin-bottom: 0cm; text-align: justify;\">\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">Der \u201eHeilige Hain\u201c in Betzhorn, eines der \u00e4ltesten Naturschutzgebiete Deutschlands, mit Heidefl\u00e4chen, urw\u00fcchsigen gemischten Best\u00e4nden und vor allem Wacholdergruppen ist ein touristischer Anziehungspunkt. Schon im Jahre 1913 wurde f\u00fcr seinen Kernbereich verf\u00fcgt, dass das Kulturartenverh\u00e4ltnis nicht mehr ver\u00e4ndert werden durfte. Unter Naturschutz im heutigen Sinne steht das zwischenzeitlich von 5,75 auf 40,30 ha vergr\u00f6\u00dferte Gebiet aber erst seit 1969.<\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"..\/images\/bilder\/footer\/footer_bg_default.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"200\" \/><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kurze Geschichte von Wahrenholz \u00a0 Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung von Wahrenholz datiert aus dem Jahre 1013 (\u201eWyrinholt\u201c). Doch kann davon ausgegangen werden, dass der Ort schon im 10. Jahrhundert existierte. Im Zeitraum von 994 bis 997 erbaute Bischof Bernward von Hildesheim eine Pfahlburg an der Ise in Wahrenholz (\u201eWirinholt\u201c). 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